Wenn die Sonne scheint, deckt die PV-Anlage die Last vor Ort — der Netzbezug sinkt. Und nicht umgekehrt. Modell, echter Beweis aus einer realen Anlage gegen DWD-Strahlung, und Prüfung Ihrer eigenen Z1/Z2-Daten.
🎬 Video: Messkonzepte entschlüsseln — das Prinzip in wenigen Minuten erklärt.
Ein Netzanschluss, ein Übergabezähler (Z1 / NAP). Dahinter erzeugen PV und ein BHKW, der Betrieb verbraucht. Der Übergabezähler sieht nur den Rest, der noch aus dem Netz kommt.
Schlüsselgröße ist der Netzbezug am Übergabezähler Z1. Der Verbrauch Z3 wird hier nicht direkt gemessen, sondern als virtueller Punkt Z3 = Z2 − Z1 gebildet — genau das prüfen wir unten.
PV-Größe, Grundlast und das BHKW (45 kW Dauerbetrieb) einstellen. Mit steigender Strahlung (gelb) entsteht mittags die Delle im Netzbezug (blau). Das BHKW erzeugt rund um die Uhr konstant und senkt so den Netzbezug, die Sonne zusätzlich mittags. Lastspitzen (Maschinenanlauf, Kälteaggregat, Förderbänder) können die Erzeugung kurzzeitig übersteigen → Restbezug trotz Sonne (rot markiert) — das ist normal und kein Messkonzept-Fehler.
Über das Jahr verschiebt sich die Bilanz mit der Sonne. Der Bezugsanteil (Anteil des Verbrauchs aus dem Netz) sinkt in den strahlungsreichen Monaten.
| Monat | Erzeugung | Eigenverbrauch | Netzbezug | Einspeisung | Bezugsanteil |
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Werte in kWh. „Bezugsanteil" = Netzbezug ÷ Gesamtverbrauch. Grün = unter Jahresmittel (sonnenreiche Monate). Annahme (illustrativ): das BHKW im Dauerbetrieb deckt die Grundlast zuerst (volle Gleichzeitigkeit), die PV mit ~70 % Tages-Gleichzeitigkeit auf die Restlast (typisch für Betriebe mit Tageslast) — so wird BHKW-Strom nicht fälschlich als Einspeisung gezählt.
Tägliche PV-Erzeugung einer realen Bioenergie-Anlage (Niedersachsen, Stromfee-Bestandskunde) gegen die tägliche Globalstrahlung der DWD-Station Hamburg-Fuhlsbüttel. Jeder Punkt ist ein Tag: Mehr Sonne → mehr Erzeugung. Genau die Energie, die den Netzbezug verdrängt.
| Monat | Globalstrahlung ⌀ (Wh/m²·Tag) | PV-Erzeugung ⌀ (kW) |
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Laden Sie die Lastgänge aus dem Netzanschlusspunkt (Z1) und der Erzeugung PV/BHKW (Z2) hoch — eine Spalte je Datei, ein Messwert pro Zeile, gleiche Reihenfolge. Wir bilden den virtuellen Verbrauch Z3 = Z2 − Z1 und prüfen ihn: negative Verbrauchswerte sind physikalisch unmöglich und weisen auf einen fehlerhaften virtuellen Messpunkt hin.
Z3 = Z2 − Z1 = Verbrauch. Liegt Ihr Z1 mit Bezug positiv vor, unten den Schalter aktivieren (dann Z3 = Z2 + Z1).Sie haben Ihre Lastgänge als MSCONS (EDIFACT). Einfügen oder Datei laden — der Demo-Parser liest QTY+220/DTM+163 und prüft das Tagesprofil auf die Mittags-Delle.
Demo-Parser für die gängigen MSCONS-Lastgang-Segmente. Robuste Voll-Anbindung (Prüf-IDs, OBIS, Bilanzkreis) bauen wir kundenspezifisch — MSCONS-Anbindung anfragen.
Ausgearbeitete Messkonzepte realer Standorte und generischer Muster zum Vergleich.